Nachsorge bei Implantaten
Wichtige Verhaltensregeln sichern nach dem Einsetzen von Zahnimplantaten deren langen Halt
Im Laufe des Lebens können Karies oder Parodontitis zum Verlust eines oder mehrerer Zähne führen. Statistiken zu Folge fehlen jedem Erwachsenen durchschnittlich zweieinhalb Zähne. Um diese Lücken zu schliessen, entscheiden sich immer mehr Patienten für festsitzenden Zahnersatz - Zahnimplantate. Diese sitzen wie echte Zähne fest im Kiefer und ein optimaler Biss ist mit hoher Wahrscheinlichkeit garantiert, was ein hohes Maß an Lebensqualität bedeutet. Bei optimaler Pflege halten sie ein Leben lang. Neben dem fachgerechten Einbringen des Implantates spielt die Nachsorge durch den Patienten eine wichtige Rolle. Die wichtigste Zeit ist nach dem Einbringen des Implantats, denn hier müssen die Knochenzellen mit der rauhen Oberfläche des Implantates eine Verbindung eingehen. Dies nennt man Osseointegration diese dann den festen Sitz des Implantates im Kieferknochen bewirkt. Bei Störung dieses Prozesses kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, daß das Implantat sich wieder löst.
Nach der Implantation sollte auf jeden Fall eine Kühlung ausserhalb der betroffenen Mundpartie duch z.B. Kühlbeutel erfolgen. Damit können Entzündungen verhindert werden und damit Schmerzen vermieden. Sollten die Schmerzen dadurch nicht erträglich sein, kann dies durch leichte bis mittelstarke Schmerzmittel gelindert werden. Zudem wird zusätzlich vom Implantologen ein Antibiotikum verschrieben, was der Gefahr einer Wundinfektion vorbeugt. Nachdem sich die Betäubung gelöst hat, kann der Patient im Normalfall gleich wieder essen und trinken. Es sollten lediglich heisse Getränke, wie Tee und Kaffee vermieden werden. Zahnärzte raten ausserdem, die ersten Tage nach dem Eingriff unbedingt auf Nikotin und Alkohol zu verzichten, um den Wundheilungsprozess nicht zu gefährden. Ganz wichtig ist es auch, zu beachten, dass auf Milchprodukte verzichtet wird, denn in Milch, Käse und Co. befinden sich Bakterien, die Entzündungen verursachen können. Da es sich bei einer Implantation zwar um einen Eingriff mit örtlicher Betäubung handelt, sollte nicht unterschätzt werden, daß dies für den Körper belastend ist und der Patient daher am Tage des Eingriffs sich schonen sollte. Anstrengende körperliche Tätigkeit sollte daher für einige Tage vermieden werden. Um einer Parodontose oder auch Periimplantitis vorzubeugen, ist die anschliessende Mundhygiene von grosser Bedeutung. Es wird empfohlen, die Zahnpflege noch intensiver zu betreiben, damit sich keine schädlichen, bakteriellen Beläge an der Implantationswunde ansiedeln. Hier empfielt sich die eigens von Dr. Heuckmann entwickelte Dreikopfzahnbürste, denn diese bürstet die empfindlichen Stellen schonend aber wirksam. Auch in den weiteren Monaten kommt der Hygiene eine grosse Bedeutung zu. Ausserdem sollte zusätzlich zwei bis dreimal pro Jahr eine professionelle Zahnpflege erfolgen.