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CAD-CAM Verfahren in der zahnärztlichen Prothetik

In der dentalen Medizin gibt es keine Massenproduktion. Jede Krone oder jedes wie auch immer geartete Teil einer Prothese ist ein Unikat und muss somit individuell auf den einzelnen Patienten und die spezielle Situation in seinem Mund zugeschnitten sein.

Selbst dann also, wenn es bei der Produktion eines dentalen Werkstückes einzelne Schritte gibt, die den Einsatz eines solchen Verfahrens sinnvoll erscheinen lassen, wird parallel oder im Anschluss an diesen Produktionsschritt eine auf die individuelle Situation zugeschnittene manuelle Nachbearbeitung des jeweiligen vorgefertigten Werkstückes notwendig sein.

Aktuell wird die auf die Zahnmedizin zugeschnittene Variante dieses Verfahren in der Praxis ausschließlich bei der Produktion festsitzenden Zahnersatzes, also bei der Herstellung von Kronen oder Brücken angewandt. Es finden nacheinander drei Verfahrensschritte statt:

1.Schritt

Zunächst wird die vom Zahnarzt angefertigte Zahnpräparation in einem phototechnischen Verfahren abgetastet und das dabei entstehende Bild dient der anschließenden räumlichen Digitalisierung der Daten. Diese optische Vermessung der Präparation kann intraoral oder extraoral, also innerhalb oder außerhalb des Mundes erfolgen, wobei meist die extraorale Behelfs eines herkömmlichen aus Gips gefertigten Modells angewandt wird. Der Grund für diese Bevorzugung liegt in dem mit der Digitalisierung verbundenen Zeitaufwand und darin, dass die intraorale Methode gegenwärtig zwar Einzelzahnbilder, aber keine zahnbogenspezifischen Informationen liefern kann. Ohne die aus der Beschaffenheit des Zahnbogens resultierenden Informationen über die Positionen der einzelnen Zähne zueinander ergibt sich aber kein brauchbares Gesamtbild.

2.Schritt

Daraufhin wird das Negativ der im optischen Verfahren erhaltenen Informationen am Bildschirm in ein dreidimensionales Positiv umgewandelt und es wird beispielsweise das Design der zu produzierenden Krone berechnet.

3.Schritt

Die so gewonnenen Daten werden auf die dritte Komponente des Verfahrens, die computergesteuerte Werkzeugmaschine, meist eine Fräse oder eine Schleifmaschine übertragen, die dann aus einem Rohling das gewünschte Produkt fertigt.