Interview mit Dr. Hille 2005
1) Die DGZI schreibt jetzt mit dem DGZI Implant Dentistry Award einen eigenen Forschungspreis aus. Warum? Gibt es zu wenig wissenschaftliche Arbeiten zur zahnärztlichen Implantologie?
Dr. Hille: Der Vorstand der DGZI und der Wissenschaftliche Beirat der DGZI haben sich entschlossen, den wissenschaftlichen Weg unserer Fachgesellschaft nicht nur fortzuführen, sondern zu intensivieren. Aus diesem Grunde wird erstmalig zum 35. Internationalen Jahreskongress in Berlin der DGZI Implant DentistryAward mit einem Preisgeld von 20000 Euro verliehen. Ziel dieses Forschungspreises ist es, die zahnärztliche Implantologie zu fördern und die wissenschaftlichen Ergebnisse zügig in die Praxis zu integrieren.
2) Beteiligen können sich klinisch tätige und niedergelassene Zahnärzte sowie Arbeitsgruppen auch unter Beteiligung von Zahntechnikern. Müssen die Einsender bereits approbierte Zahnärzte sein oder dürfen sich auch Zahnmedizin- und Medizinstudenten beteiligen?
Dr. Hille: Grundsätzlich haben alle o.g . die Möglichkeit, am Forschungspreis teilzunehmen. Dies ist auch im Rahmen von Habilitationen, Dissertationen, Master Thesen etc. möglich. Die Beiträge werden anonym von einem Gremium aus Hochschullehrern bewertet. Schwerpunktmäßig werden die Bereiche Innovation, wissenschaftliche Bedeutung sowie die Qualität der Darstellung beurteilt.
3) Wie sieht es aus mit Arbeiten, die von Seiten der Industrie gestützt/gesponsert werden? Müssen die Einsender offen legen, wenn ihre Arbeit mit Hilfe oder im Auftrag eines Unternehmens entstanden sind?
Dr.Hille: Entscheidend ist die Qualität der Beiträge. Das Spektrum geht von der Grundlagenforschung bis zur chirurgischen und prothetischen Rehabilitation. Falls die Industrie dem Forschungsteam Unterstützung gewährt, ist dies nicht von vorneherein als negativ zu werten.
4) Warum nehmen Sie nur unveröffentlichte Arbeiten an?
Dr. Hille: Mit dem DGZI Implant Dentistry Award sollen nur wirklich neue Arbeiten und Forschungsergebnisse prämiert werden. Bereits veröffentlichte Arbeiten scheiden dadurch automatisch aus. Durch dieses Profil und die hohe Dotierung des Preises ist der Award als Forschungspreis Erster Klasse positioniert. Detailliertere Informationen können angefordert werden unter: dr-hille@t-online.de
5) Können sich auch Kollegen aus dem Ausland beteiligen?
Dr. Hille: Die DGZI ist seit ihrer Gründung 1970 intemational orientiert. Adäquat wird der Preis weltweit ausgeschrieben.
6) Sie bietende den Preisträgern und anderen Einsendern eine Veröffentlichung in internationalen und deutschen Magazinen an. Welche sind das und welchen Impact-Factor haben diese? Das ist ja für junge Kollegen, die auch eine wissenschaftliche Karriere anstreben, ein wichtiger Punkt.
Dr. Hille: Wir bieten den Preisträgern nicht nur die Möglichkeit der Veröffentlichung in über 50 Ländern weltweit, sondern dem Gewinner auch die Präsentation seiner Ergebnisse auf einern internationalen Kongress in Europa, USA oder Emirate mit Übernahme sämtlicher Kosten an.
7.) Der Einsendeschlussistder 15. Mai 2005. Wie ist die Resonanz bis zum heutigen Tage?
Dr. Hille: Wir haben jetzt bereits nationale und internationale Anfragen vorliegen. Ich bin der Überzeugung, dass dieser Preis neue Impulse im Bereich der wissenschaftlichen Ausrichtung der DGZI setzen wird.